Kinderinvaliditätsversicherung

Mit der privaten Kinderinvailiditätsversicherung kann das Risiko, dass das Kind durch einen Unfall oder eine Krankheit schwerbehindert wird, finanziell abgesichert werden. Dabei zahlen die Versicherungsunternehmen in der Regel jedoch erst, wenn der Grad der Behinderung 50 Prozent oder mehr beträgt. Ab diesem Wert gilt das Kind als schwerbehindert. Auf die Frage, ist eine Kinderinvaliditätsversicherung sinnvoll, antworten wir deswegen mit einem ausdrücklichem JA.
Je früher die Versicherung abgeschlossen wird, desto besser. Sobald der Verdacht auftaucht, dass das Kind krank sein könnte oder eine Entwicklungsstörung aufweist, schwindet die Möglichkeit, eine Kinderinvaliditätsversicherung abschließen zu können. Neugeborene bzw. Babys bis zur 6. Woche sind in der Regel nicht versicherbar. Bei einigen Versicherungsunternehmen ist das Kind sogar bis zum 1. Lebensjahr nicht versicherbar.

Kinderinvaliditätsversicherung oder Kinderunfallversicherung

Viele Eltern stellen sich die Frage, welche Versicherung sinnvoller ist, eine Kinderinvaliditätsversicherung oder eine Unfallversicherung. Da Krankheiten die häufigste Ursache von Schwerbehinderungen sind und Unfälle hingegen kaum eine Rolle spielen, empfehlen wir den Abschluss einer Kinderinvaliditätsversicherung, zudem diese auch im Falle eines Unfalls zahlt. Leider kostet die Kinderinvaliditätsversicherung auch wesentlich mehr als die Unfallversicherung.

Fazit: Die Kinderivaliditätsversicherung ist sinnvoll, allerdings nur, wenn man sich den Beitrag leisten kann. Sind die Kosten für die Kinderinvaliditätsversicherung für Sie nicht tragbar, sollten Sie wenigstens über eine Kinderunfallversicherung nachdenken. Weitere Informationen zur Kinderunfallversicherung erhalten Sie hier.

Kinderinvaliditätsversicherung Vergleich

Möchten Sie unterschiedliche Angebote mehrerer Anbieter von Kinderinvaliditätsversicherungen miteinander vergleichen, sollten Sie nicht nur auf die Kosten bzw. die Beiträge achten, sondern auch auf das Kleingedruckte. Zwar liegt der jährliche Beitrag für eine Kinderinvaliditätsversicherung laut Stiftung Warentest auch mal gerne 200 Euro auseinander, dennoch sollten die Kosten nicht als einziges Kriterium für die Wahl des Anbieters entscheiden.
Achten Sie auf das Kleingedruckte. Alle Anbieter führen in Ihren Verträgen Versicherungsausschlüsse an, d.h. Fälle, in denen sie nicht zahlen. Hierbei sollten Sie genau vergleichen, was der jeweilige Anbieter ausschließt. So schließen die meisten Anbieter beispielsweise Persönlichkeits- und Verhaltensstörungen ebenso aus wie Neurosen. Das kann zum Problem werden, da laut statistischem Bundesamt gerade Störungen dieser Art zu den häufigsten Ursachen für eine Schwerbehinderung im Kindes- und Jugendalter zählen.

Fazit: Eine günstige Kinderinvaliditätsversicherung ist nicht gleich eine gute. Achten Sie beim Vergleich auf das Preis- Leistungsverhältnis und auf die Versicherungsausschlüsse.

Kinderinvaliditätsversicherung Einmalzahlung oder Rente

Kinderinvaliditätsversicherungen zahlen entweder eine Rente oder eine einmalige Kapitalzahlung. Dabei kosten die Versicherungen, die eine Einmalzahlung vornehmen, deutlich weniger. Der Vorteil einer Einmalzahlung liegt darin, dass das Versicherungsunternehmen das einmal gezahlte Geld nicht zurückfordert, auch wenn es dem Kind wieder besser gehen sollte und es sogar den Schwerbehindertenstatus verlieren sollte. Die Zahlung einer monatlichen Rente hingegen wird sofort gestoppt, sobal das Kind oder der bereits Erwachsene als nicht mehr schwerbehindert gilt. Jedoch sichert eine lebenslange Rente dem dauerhaft schwer behinderten Menschen ein Grundeinkommen, auch bis über die Zeit hinaus, in der die Eltern einmal nicht mehr für ihn sorgen können. Eine solche Rente wird jedoch vom Sozialamt als Einkommen angerechnet. Somit bringt die Versicherung demjenigen kaum Vorteile, der für seinen Lebensunterhalt auf Grundsicherung angewiesen ist.

Was ist eine Kinderinvaliditätsversicherung – kurz und knapp

Eine Kinderinvaliditätsversicherung ist vielleicht nicht nötig oder notwendig, aber durchaus sinnvoll. Sie zahlt entweder monatlich oder einmalig, sollte das Kind durch Unfall oder Krankheit schwer behindert werden. Nicht gezahlt wird in Fällen, die als Versicherungsausschluss im Vertrag angeführt sind. Das Kind kann ab der 6. Woche, bei einigen Anbietern auch erst ab dem 1. Lebensjahr, versichert werden. Die Kinderinvaliditätsversicherung, die eine Einmalzahlung vorsieht, ist günstiger. Wer sich auch diese nicht leisten kann, kann noch über eine Kinderunfallversicherung nachdenken.